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Lohne, 29.10.09

 

Biogas in Lohne

 

Undifferenzierte Politikerschelte -

Das ärgert uns maßlos

 

Und schon wieder ist es passiert. Man wettert in einem heutigen Leserbrief in der Oldenburgischen Volkszeitung zu Recht gegen die politischen Entscheidungsfindungswege in der Lohner Ratspolitik (Biogasanlage in Brockdorf), wirft aber alle Politiker in einen Topf. Lohne wehrt sich - so eine Bürgerinitiative in Lohne, die durchaus unsere Sympathie hat – aber Lohne weiß anscheinend nicht, gegen wen es sich wehren muss.

 

Warum hat keiner den „Arsch in der Hose“ zu sagen, wer hier die Verantwortung trägt? Tragen die Ratsfrauen und – herren der Grünen, der FUWG, der FDP oder der SPD, die in allen Phasen der Entscheidungsfindung gegen den Ratsbeschluss votiert haben, die Verantwortung? Nein!! Ausschließlich CDU-Ratsfrauen und –herren stimmten dem Beschluss zu. Und allen voraus der Bürgermeister der Stadt Lohne: Hans-Georg Niesel. Und wer wählte diesen Rat? Die Mehrheit der Lohner Bürger! Und noch etwas: 4 namentlich bekannte CDU-Fraktionsmitglieder haben es auch nicht verdient, immer wieder so abgestraft zu werden. Wo bleibt die Glaubwürdigkeit der hier tätigen Leserbriefschreiberin?

 

Wir haben es satt und es ärgert uns maßlos, immer wieder erklären zu müssen, dass wir mit den Pauschalangriffen nicht gemeint sein können, da auch wir gegen die Biogasanlage sind. Aus Reaktionen Lohner Bürger wissen wir, dass auch sie nicht differenzieren, da  die Mehrheit von ihnen es in der Zeitung liest, es nicht hinterfragt und glaubt, sich dadurch die Meinung bilden zu können, alle Politiker seien gleich schlecht. Auch bei der Leserbriefschreiberin zeigt sich die von mir kritisierte Undifferenziertheit.

 

Darum warnen wir, denn diese Art von Öffentlichkeitsarbeit macht unsere Demokratie kaputt, entwertet das Engagement vieler ehrbarer und über jeden Zweifel erhabenen Kommunalpolitiker, die es nachweislich gibt. Lohner Stadtrat ist kein undemokratisches System an sich, sondern was kritisiert werden darf, ist der MACHTMISSBRAUCH einer überdimensionierten politischen Mehrheit.

 

Wir wollen unser politisches Engagement richtig dargestellt wissen und stellen Unklarheiten und Unwahrheiten richtig. Werden solche falschen Darstellungen über Zeitung oder Internet verbreitet, werden wir dieses nicht in persönlichen Gesprächen zurückholen können, denn Zeitung und Internet erreicht alle Bürger, wir in persönlichen Gesprächen nur Wenige. Also müssen wir über den gleichen Vertriebsweg gegensteuern. Das ist unser gutes Recht.

 

Unsere Arbeit besteht aus mehr als nur Biogas und wir wollen nicht mit der Macht verliebten CDU auf eine Stufe gestellt werden.

 

Und noch einmal: Wir sind gegen industriell betriebene Biogasanlagen des Typs NAWARO.

 

 

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