Textfeld: K  R  E  I  S  V  E  R  B  A  N  D       V E C H T A
powered by crawl-it
Textfeld: Lohne, .13.04.2010

Diskussionsbeitrag der Grünen:
Erlebniswelt Fußgängerzone?


Die Lohner Innenstadt und hier speziell die Fußgängerzone entspricht unseres Erachtens nicht mehr den Anforderungen moderner Kundenbedürfnisse. Der Kunde deckt in der Innenstadt kaum noch seine Grundbedürfnisse, sondern will neben dem „Shoppen“ auch Neugierde, Genuss, Kontakt mit anderen Menschen, Geselligkeit, Kommunikation, körperliche Bewegung, Entspannung, Kultur und vieles mehr erleben und ist dann auch bereit, sein Geld dort auszugeben. Er möchte besondere Angebote „konsumieren“, seine Kinder unterhalten wissen und sich schnell informieren und orientieren können. Der Kunde möchte Weltoffenheit, Modernität, Urbanität erleben. Dieser Wandel der Bedürfnisse wurde in Lohne nicht erkannt.

Unsere Betrachtung der Situation in der Lohner Fußgängerzone erhebt nicht den Anspruch empirischer Untersuchungen, sondern gibt Diskussionsinhalte mit  Lohner Bürgern wieder, die uns plausibel erscheinen. So gibt es auch die eine oder andere Erkenntnis, die auch uns oder anderen nicht gefallen oder bisherigen Ansätzen widersprechen. Es sind Meinungen, Vorurteile, Empfindungen und Erfahrungen. Doch glauben wir, dass sie maßgeblich sind, denn genau dieses Subjektive führt letztendlich zu der Entscheidung eines Kunden, wo und was er konsumiert. Auch ist der Bürger und Kunde als Experte zu sehen, da er durch die hohe Mobilität Vergleiche mit anderen Fußgängerzonen und Einkaufszentren ziehen kann und durch die Verwendung des Internets über umfassendes Markt- und Produktwissen verfügt. Allein der Kunde entscheidet über Erfolg und Misserfolg eines Angebotes.
In der Lohner Innenstadt erlebt der Kunde demnach Unübersichtlichkeit, Leere, Leerstand, Langeweile, Provinzialität und Tristesse und findet keinen attraktiven Angebotsmix vor. Bisherige Planungen setzten nur beim Angebotsmix an (aktuell Marktgalerie) und scheiterten letztendlich und vernachlässigten das Große und Ganze. Das hat dazu geführt, dass Einkaufs- sowie andere Konsummöglichkeiten in der Fußgängerzone kaum noch nachgefragt wurden. Alteingesessene Geschäfte drängten in die Randlagen, kleinere Geschäfte verschwanden ganz und in einigen Läden wechselten in schneller Folge die Mieter, die Fußgängerzone und die Angebote verloren an Niveau. Die Abwärtsspirale scheint sich noch fortzuführen. Der Boom jedoch fand woanders statt.
Wir waren erstaunt, als uns Lohner Bürger ansprachen, weil sie bestimmte Dinge in der Fußgängerzone vermissen würden, obwohl es sie bei genauem Hinsehen in oder unmittelbar in der Nähe der Fußgängerzone gibt. Das trifft z.B. auf Sitzgelegenheiten zu. Diese gibt es z.B. bei Römann, nicht jedoch auf dem Hauptplatz, der als solcher wiederum nicht wahrgenommen wird, da er kaum Aufenthaltsqualität hat, die mit ansprechenden Sitzgelegenheiten entstehen würde. Es gibt neben tatsächlichen Mängeln also auch ein Wahrnehmungs- und Marketingdefizit.
Im Vergleich zu anderen Innenstädten vermisst der Lohner Bürger in der Fußgängerzone aber tatsächlich so einiges. Es gibt keine Sitzmöglichkeiten im Kernbereich, keine „heimeligen“ Ecken, die sich als Treffpunkte für Jung und Alt eignen würden, keine Atmosphäre, kein ansprechendes Grünkonzept mit Beeten und Farbtupfern, kein einheitliches Beleuchtungskonzept, nur wenige Spielmöglichkeiten für Kleinkinder, keine Hinweisschilder oder Orientierungshilfen für Ortsfremde, zu wenig Müllsammelbehälter, keine sicheren Fahrradstellplätze, keine vorzeigbare und regelmäßig gepflegte öffentliche Toilette. Veranstaltungen in der Innenstadt empfinden viele als improvisiert oder deplatziert. Die Fußgängerzone wird empfunden als fast leerer Verkehrsweg fast ohne Aufenthaltsqualität, an der sich zufälligerweise und ohne Bezug zueinander einige Geschäfte aneinanderreihen. Sie wirkt kalt und ungastlich. Irgendwie möchte man sogar als Lohner so schnell wie möglich weiter.
Wir glauben nicht, dass ein einziger Einkaufsmagnet wie die angedachte Marktgalerie die Lage der Fußgängerzone insgesamt verbessern wird, wenn man  nicht die Attraktivität der gesamten Fußgängerzone erhöht. Gefordert ist ein Generalplan aus einem „Guss“, der eine einheitliche Gestaltung und Ausstrahlung, eine „Kundenerlebniswelt“ schafft. Die Innenstadt muss die erste Anlaufstelle eines Lohner Kunden sein, bevor auch Kunden aus dem weiteren Einzugsgebiet kommen. Leider ist das in Lohne so nicht, denn viele große regionale und überregionale Einkaufszentren, alle außerhalb der Lohner Innenstadt und  darüber hinaus, werden dem Kunden weitaus gerechter. Dafür nimmt der Kunde sogar lange, kostspielige Anfahrtswege in Kauf.
Was ist zu tun? Unseres Erachtens reicht es nicht, an den Symptomen zu doktern. Es braucht ein Gesamtkonzept mit einer Gestaltungssatzung mit Mindeststandards, in dem die außenräumliche Gestaltung, die Außennutzungen, die Infrastruktur, das Parkplatzmanagement, der Angebotsmix, die Öffnungszeiten, ein Veranstaltungskonzept, ein konzentriertes Kulturprogramm, der Wochen- und Weihnachtsmarkt und ein identitätsschaffendes Marketing zusammengeführt werden. Also gehören alle Beteiligten an den Planungstisch und nicht nur Planungsbüros, Investoren, die Stadt oder Gewerbetreibende. Die Politik ist gefordert, den Weg freizumachen und ohne Vorgaben, vorurteilsfrei und ergebnisoffen den Dialog zu suchen und in einen Ideenwettstreit mit den Lohner Bürgern einzutreten. Darüber hinaus muss sie sich zur Fußgängerzone bekennen und auch signalisieren, Investitionen tätigen und fördern zu wollen. Zum Nulltarif wird es die zukunftsfähige Fußgängerzone in Lohne nicht geben.

Marketingideen:
Einkaufstaschen tragen neben dem Ladenschriftzug ein Emblem wie „Ich kaufe in der Fußgängerzone Lohne“ oder „Fußgängerzone Lohne – einfach gut“
Parkgebühren werden erstattet (falls Parkgebühren eingeführt würden)
Lohner Treue-Karte (Rabatte+Gewinnchancen)
Website
Webcam

Wünschenswerter Warenmix

Damenbekleidung, standard
Herrenbekleidung, standard
Kinderbekleidung, standard
Jugendbekleidung, standard
Damenbekleidung, hochwertig
Herrenbekleidung, hochwertig
Kinderbekleidung, hochwertig
Wäsche, Bettzeug
Festkleidung
Sportfachhandel
Schuhgeschäfte
Unterhaltungselektronik
Kommunikationselektronik
Elektroartikel
Lebensmittel (cafe to go, Snacks), Kiosk
Fleischer
Bäcker
Kosmetik
Drogerien
Wein- und Spirituosen
Rauchwaren
Kunstgewerbe
Spielwaren
Haushaltswaren, hochwertig
Fotofachgeschäft
Blumen
Geschenkartikel
Dekoartikel, Nippes (z.B. Nanunana)
Bücher
Schreibwaren
Cafes mit Außenbewirtschaftung
Bistros
Restaurants
Kneipen
Imbisse
Bürger-, Familien- und Servicebüro der Stadt Lohne (evtl. auch für Kommunalpolitik nutzbar)
Beratungsstellen
Banken, Versicherungen
Apotheken
Schmuck, Uhren, Brillen
Modeschmuck
Lotto, Toto
Eiscafe
Systemgastronomie
Antiquitäten
Friseure
Stylisten
Maniküren
Reisebüros
Dienstleister
Lederwaren, Taschen, Koffer
Bastelbedarf
Feinkost, Spezialitäten
Zeitung, Zeitschriften


Möblierung
Fahrradständer an den Zugängen
Zentrale Sitzbankgruppe (um den Brunnen)
Spielgeräte mit Sitzbank für die Eltern
Stationäre Eventbühne für Kleinkunstdarbietungen (inkl. Technik)
Skulpturen
Hinweisschilder für Ortsfremde (Bahnhof, Schulzentrum, Krankenhaus, Stadtmuseum, Rathaus, Freibad usw.)
Hinweistafeln auf historische Ereignisse (Wo stand der Schandpfahl usw.)
Blumenkübel oder Beete
Überdachte Teilbereiche

Kleine Markthalle oder Passage
Wechselnde Stände
Obst, Gemüse
Fisch
Geflügel
Biolebensmitte

GRUENE-BUNDESTAG.DE

 

GRUENE-JUGEND.DE

 

BOELL.DE

 

GRUENE.DE

Sitemap

E-Mail

Impressum

Vechta

Lohne

Damme

Dinklage

Bakum

Visbek

Holdorf

Goldenstedt

Neuenkirchen-Vörden

Steinfeld

Home

Bundestag - Landtag

Presse

Vorstand

Kreistagsfraktion

Ratsarbeit Vechta

Ratsarbeit Lohne

Ihre Stadt / Gemeinde

Termine

Links

Gruene Jugend

Die Kampagne machst Du selbst: Deine grüne Minute

Aktionen

gegen Rechts