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Textfeld: Lohne, 24.02.2010

Innenstadt Lohne

Was wird aus dem alten Ladengeschäft Leffers in der Lohner Innenstadtrandlage?

Seit das Lohner Bekleidungsgeschäft Leffers die Innenstadt verließ steht das ehemalige Ladenlokal Ecke Bahnhofstraße-Vogtstraße leer.  Die Stadt Lohne sowie die Ratsmehrheit aus CDU und Bürgermeister sieht nun einen Trend zum Wohnen in der Innenstadt und favorisiert dort eine Nutzung als  Seniorenwohnanlage mit Cafe während die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer darauf hinweist, dass eine andere Nutzung als Einzelhandel den  gesamten Innenstadtstandort schwächen wird. Die Stadt Lohne weist alle Verantwortung zurück und verneint ihre misslungenen planerischen Beiträge zur beabsichtigten Stärkung der Innenstadt und verweist ihrerseits darauf, dass die Lohner Innenstadt durch den seit Jahren anhaltenden Strukturwandel im Einzelhandel sowie einer ungehemmten Ausweisung von Einzelhandelsflächen in einigen Nachbargemeinden und den damit einhergehenden Kaufkraftabflüssen zunehmend Potential entzogen würde. Klar ist mittlerweile Jedem: Der Lohner Innenstadt wird seit Jahren Kaufkraft entzogen und das nicht nur in Richtung Nachbarkommunen, sondern auch in Richtung der vielen Lohner Nebenzentren, die ausschließlich die Lohner Ratsmehrheit zu verantworten hat. Auch räumt die Stadt Lohne erstmals ein Problem mit Leerständen in der Innenstadt, auch in 1A Lagen ein und prophezeit dieses auch für das alte Lefferssche Ladenlokal. Es scheint, die Stadt Lohne hat kein Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Lohner Innenstadt. Wie sollen da die Lohner Kaufleute Vertrauen aufbringen und investieren?

Torsten Mennewisch, KV VEC

Dazu am 24.02.10 im Lohner Stadtrat: von Walter Mennewisch, Ratsherr der Grünen:


Lohne als Mittelzentrum hat durch den Gesetzgeber klar definierte Funktionen und Aufgaben. Um diesen Aufgaben gerecht werden zu können, sind den Kommunen Instrumente an die Hand gegeben, mit der sie aktiv die Entwicklung vorantreiben können. Fehler oder Tatenlosigkeit erzeugen Stillstand und Abfluss von Kaufkraft

Eine positive Geschäftsentwicklung kann man in den Städten Vechta, Cloppenburg oder Diepholz erkennen. Gerade diese Städte haben sich in den letzten Jahren als Einkaufsmagneten entwickelt und somit massiv Kaufkraft aus Lohne dorthin abgezogen

Sich darüber zu beklagen und vor Gericht zu ziehen, reicht hier nicht aus.

Auch die permanent positive Geschäftsentwicklung in der Stadt Dinklage oder der Gemeinde Steinfeld zieht weitere Kaufkraft aus Lohne ab. 

Schaut man sich die Lohner Entwicklung in den letzten Jahren an, kann man sich nur noch wundern. Für viel Geld wurden Einzelhandelsanalysen in Auftrag gegeben, welche eigentlich nur zur Orientierung dienen sollten, jedoch im Einzelfall wenig Beachtung fanden. 

Man spricht dort von Innenstadtrelevanz wie z.B. Textilien, HI-FI und TV. Wie wurde gehandelt?  Leffers und Holzenkamp   verabschiedeten sich aus der Innenstadt, Innenstadt relevanter Einzelhandel wie Schuhe oder Drogerie zieht in den Bereich E-Center.  Man zieht bewusst Kunden aus der Innenstadt ab und lenkt sie um.

Seit Jahrzehnten mischt sich die Politik in die Entwicklung des Einzelhandels in Lohne ein. Viele Eingriffe hatten eine  negative Entwicklung zur Folge. Siehe z.B. E-Center / Aussiedlung Textil Leffers oder Belebung der Innenstadt, Brinkstraße oder Lindenstraße.

Die Stadt Lohne hat  verschiedene Grundstücke unter fragwürdigen Vorwänden gekauft, ohne Bezug auf ein städtebauliches Konzept oder ohne Nennung eines  Verwendungszwecks durch den Bürgermeister oder  die Mehrheitsfraktion CDU. 

Da werden Grundstücksbesitzer durch Veränderungssperren erst einmal ausgebremst, vielleicht so gar brüskiert. Der Grundstückseigentümer, der oft auch der Investor ist, geht bei seiner Planung und Durchführung das Risiko ein, nicht die Politik.

Mieten müssen vom Ladenbesitzer durch Umsatz erwirtschaftet werden, er wird am Besten wissen wie und wo es geht. Nicht die Politik entscheidet wo Geschäft stattfindet, sondern der Kunde. 

Wir sind der Meinung, dass gerade in der 1B Lage der Lohner Innenstadt - dazu gehört auch die Bahnhofstraße -  gewerbliche Flächen zur Verfügung stehen müssen. Nicht alles kann in der Marktstraße angesiedelt werden.  

Es hat den Anschein, dass der Bürgermeister und die Lohner CDU ausschließlich auf die Überplanung des Schlarmann- Grundstücks setzen, um von den Fehler der Vergangenheit abzulenken und zu heilen. Wer so denkt und handelt, macht es wieder falsch, zum großen Schaden für Lohne. 

1000 Kunden pro Tag verspricht der Bürgermeister dort, das hat mit Zweckoptimismus schon nichts mehr zu tun. Es wären übrigens ca. ¼ der gesamten Lohner Bevölkerung als Kunden in der Woche.

Das Grundstück Leffers liegt an einer stark befahrenen Durchgangsstraße und an der Kreuzung mit der höchsten Verkehrsdichte in Lohne. Werden hier Ladenflächen vernichtet, schädigt das Lohne als Einkaufsstadt. 

Schaut man sich die Entwicklung der  letzten 6 Monate an, wird man den Eindruck nicht los, dass auch die Entscheidung Leffers- Grundstück im Zusammenhang mit Envitec und der Planung mit dem Schlarmann- Grundstück steht.  

Für die SPD/G.U.F.- Gruppe ist es, wenn überhaupt, schwer nachvollziehbar, welche Aufgabe das Lohner Stadtmarketing wahrgenommen hat.  

Ist es nicht die  Aufgabe des Stadtmarketings willige Investoren und Mietinteressenten nach Lohne zu locken. Eine wichtige Aufgabe sollte sein, Konzepte und Entwicklungsmöglichkeiten mit Investoren, Grundstücks- und Gebäudeeigentümer und der Lohner Kaufmannschaft zu diskutieren und zu entwickeln und weniger z.B. das Stadtfest zu organisieren. 

Der CDU- Fraktion und dem Bürgermeister fehlen eine zukunftsorientierte Planung und ein Gesamtkonzept für Lohne als Einkaufsstadt, es wird und wurde nur  rumgedoktert, ohne erkennbaren Erfolg. 

Vor 10 Jahren hörte man von der Lohner CDU und Bürgermeister etwas von Visionen, was ist aus Ihnen geworden?

Wir von der SPD G.U.F. Gruppe werden gegen die Änderung des Bebauungsplans und gegen die Vernichtung der ebenerdigen Ladenflächen stimmen.

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