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Oldenburgische Volkszeitung vom 22.11.2007
Weiter Wut und Empörung wegen Kemper-Absage
Viele offene Fragen nach Kemper-Rückzug: Die Vertreter der Grünen (von links) Volker Tews (Neuenkirchen), Johannes Bartelt (Osnabrück), Jürgen Hillen (Vechta), Günther Vosskamp (Gehrde) sowie Josef und Björn Weissmann (Bersenbrück) verlangen Aufklärung zum Beispiel darüber, welche Kosten im Zusammenhang mit dem Nortruper Fleischunternehmen entstanden sind.
Vörden (up) - "Die verarschen uns doch alle!" Einer sprach aus, was vielleicht viele Teilnehmer der Diskussionsrunde über die Strippenzieher des Niedersachsenparks dachten. Die Kreisverbände Vechta und Osnabrück der Partei der Grünen hatten nach der plötzlichen Absage der Nortruper Fleischfabrik Kemper zu einer öffentlichen Aussprache in die Gastwirtschaft Dorfkrug eingeladen. Einziges Thema: Wie geht es nach der Absage mit dem Niedersachsenpark weiter und wer trägt den finanziellen Schaden? Die Beiträge aus den Reihen der rund 30 Teilnehmer schwankten zwischen Wut und Resignation. "Was nützt diese Versammlung?" meinte einer, wenn niemand von den "hohen Herren" da sei, der die Fragen beantworten könne. "Wir stochern doch nur im Nebel."
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Oldenburgische Volkszeitung, 24.12.07
Fragen zum Niedersachsenpark
Grüne und Unabhängige fordern im Kreistag Bilanzeinblick
Kreis Vechta (ak) - Die Vorgänge um den Niedersachsenpark in Neuenkirchen-Vörden/Rieste und die Ansiedlungsabsage der Firma Kemper wurden auf der letzten Sitzung des Kreistages in Vechta von den Kreistagsmitglieder Jürgen Hillen (Grüne) und Dieter Rohnstock (Unabhängige) aufgegriffen. Hillen forderte in einem Antrag, auf der ersten Kreistagssitzung des Jahres 2008 den Geschäftsführer der Niedersachsenpark GmbH, Uwe Schumacher, um einen kurzen Sachstandsbericht zu bitten. Dabei gehe es auch um die Frage, inwieweit das bisherige Konzept des Gewerbeparks noch realisierbar sei. |
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Noch kein “dicker Fisch” für Niedersachsenpark
Grüne: Über finanzielle Risiken Klarheit schaffen (Beitrag KV Osnabrück Land, Johannes Bartelt vom 21.01.2008)
Rieste – Zum 4. Februar sollen die Ergebnisse der Pumpversuche im Niedersachsenpark vorgestellt werden. Das erfuhren die Grünen von Geschäftsführer Uwe Schumacher. Ein “dicker Fisch” als Ersatz nach dem Kemper-Rückzug sei jedoch noch nicht an der Angel. “Da hat die Presse etwas gemeldet, was noch gar nicht vorhanden ist”, so Grünen-Geschäftsführer Johannes Bartelt nach seinem Gespräch mit Schumacher.
Der von der Firma IMAG erstellte Masterplan sah Ansiedlungen aus zahlreichen Zielbranchen für den Zeitraum 2003 bis 2008 vor, erfuhr die Kreistagsfraktion auf ihre Anfrage an Landrat Hugo. Demnach seien bei maximal über 400 ha bisher 84 ha erworben und davon 3 ha tatsächlich vermarktet worden. Für den bisherigen Grunderwerb seien 11 Mio. Euro ausgegeben worden, für Verwaltung und Marketing 1,4 Mio. Euro.
Aufgrund des Vorvertrages mit der Firma Kemper, dem die Gemeinde Rieste beigetreten sei, seien 5,27 Mio. Euro für den Erwerb von 65 ha und provisorische Erschließung aufgewendet worden. Der Landkreis könne allerdings keine Regressansprüche erkennen, heißt es im Antwortschreiben von Hugo an die Grünen-Fraktion. Die auf Kemper zugeschnittene Verlegung der Kreisstraße sei inzwischen aufgehoben worden, so dass wieder der ursprüngliche Trassenverlauf gelte.
Die gerodete Fläche der Vosslunge solle in Kürze für landwirtschaftliche Nutzung vorbereitet werden, die dann bis zur weiterhin geplanten Gewerbenutzung erfolgen könne, teilte der Landrat den Grünen weiterhin mit. Zuständig für alle Grundstücksgeschäfte seien die Samtgemeinde Bersenbrück sowie die Gemeinden Rieste und Neuenkirchen-Vörden. „Wir müssen uns in den Gemeinderäten rechtzeitig vor Jahresende, wenn sich die Kreise Osnabrück und Vechta aus der GmbH zurückziehen, über die Zukunft des Niedersachsenparkes und den finanziellen Risiken Klarheit verschaffen“, betonte der Riester Grünen-Ratsherr Merlin Strzelczyk. Weiterhin ein Auge werfen wollen die Grünen auf die Realisierung der noch ausstehenden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für über 10 ha. |
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Oldenburgische Volkszeitung, 23.01.2008 |
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