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Vechta, 03.12.2009
Leserbrief an die Oldenburgische Volkszeitung Dornröschenschlaf beendet…. Glückwunsch
dem Asta und den sonstigen Organisatoren des Studentenprotestes am Mittwoch in der Innenstadt von Vechta, die es geschafft haben, auch die Studenten der Uni Vechta aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Mit Recht wird die Verschulung ( Versklavung ) der Studiengänge beklagt, denn das, was eine Demokratie benötigt, ist ein wacher, unabgängiger und kritischer Geist und ein auf gesichertem Fundament aufbauendes Wissen, gepaart mit Eigenverantwortlichkeit, Mut und Zivilcourage. Mit Recht und mit Nachdruck fordern die Studenten auch die Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel, um die Hochschulen mit den notwendigen räumlichen und personellen Notwendigkeiten auszustatten. Bildung als wichtiges nationales Ziel verbal zu erklären reicht nicht aus! Es müssen Taten folgen! Nicht bald, sofort ! Wir wünschen den Studenten in Vechta in Absprache und in Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung Verhandlungsgeschick, Zähigkeit und Beharrlichkeit bei der Durchsetzung ihrer Ziele ! Lasst nicht locker, bleibt am Ball !
Jürgen Hillen Bündnis 90 / Die Grünen
Bericht der Oldenburgischen Volkszeitung vom 03.12.2009 über die Studentenproteste: „Lautstarker Protest auch in Vechta
Vechta (lc) - "Vechtaer Bürger seid nicht blind - wir streiken auch für euer Kind", schallte es gestern Mittag durch die Große Straße. Mehr als 500 Studenten zogen von der Hochschule aus durch Vechtas Innenstadt und zurück, um ihren Unmut über die aktuelle Studiensituation zu äußern - über zu hohe Studiengebühren und die zu starke Verschulung der Bachelor- und Masterstudiengänge. Im Anschluss an den Protestmarsch fand eine zweistündige Kundgebung in der Aula der Hochschule statt, auf der das Hochschulpräsidium und Lehrende mit den Studenten diskutierten. "Mit so großer Resonanz haben wir nicht gerechnet", erklärte Maurice Mathéus, einer der Organisatoren der AG Bildungsstreik. "Ganz schüchtern" habe man mit 100 Demonstrationsteilnehmern gerechnet. Gesprächsbereitschaft gegenüber den Studierenden signalisierte die Hochschulleitung, auch wenn Präsidentin Marianne Assenmacher und Vizepräsidentin Dr. Marion Rieken das Bachelor/Master-System grundsätzlich nicht in Frage stellen wollten. Rieken räumte Fehler bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses an der Hochschule ein, insbesondere im Bereich des Lehramtsstudiums. Die Verantwortung für die Überfüllung der Uni trage aber die Politik. Die Studienbedingungen an den Hochschulen, so Assenmacher seien das Ergebnis von Unterfinanzierung“.
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