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Lohne 29.08.2009
Biogas in Lohne: Jetzt wird´s bunt
Kurz vor der Entscheidung in Lohne am 01.09.09 im Rat dominiert heute klar das Thema Biogas in der Oldenburgischen Volkszeitung (OV). So berichtet die OV vom Ratsbeschluss in Vechta, nachdem eine Biogasanlage auf der Mülldeponie Tonnenmoor errichtet werden darf und stellt die Unterschiede zur geplanten Anlage in Lohne dar. Auch äußern sich wieder Lohner Bürger kritisch zur Lohner Biogasanlage.
Die Anlage in Vechta ist keine NAWARO-Anlage (nachwachsende Rohstoffe) und entspricht weitgehend unseren Vorschlägen bzw. besteht unserer Kritik in der Lohner Diskussion. Die Anlage in Vechta verbraucht keine landwirtschaftlichen Flächen und vernichtet keine verkehrsfähigen Lebensmittel. Sie verwendet z.B. Abfallstoffe aus der landwirtschaftlichen und Lebensmittelproduktion und keine explizit angebauten Energiepflanzen wie Mais.
In einem heutigen Leserbrief in der OV weist unser Ratsherr Walter Mennewisch auch auf weitere offene Fragen hin:
„Bei der Meinungsfindung des Bürgers über das Thema Biogasanlage in Lohne muß er wissen, wie die Entwicklung im Lohner Stadtrat stattgefunden hat. 2 Lohner Landwirte stellten einen Antrag auf Errichtung einer 500 kW Biogasanlage. Diese wurden abgelehnt. Begründung der Ablehnung: Zu hoher Verbrauch von Ackerflächen, Verhinderung von Monokulturen und großes Verkehrsaufkommen durch Lieferung und Abtransport. Daraufhin wurden Flächen durch den Rat festgelegt, wo diese Art von Biogasanlagen gebaut werden dürfen. Die beantragte Anlagengröße kann von wenigen landwirtschaftlichen Betrieben durch eigene Ackerflächen bedient werden. Die jetzt geplante Biogasanlage mit Technologiezentrum ist 3 Mal so groß wie die vorher abgelehnten Anlagen. Sie befindet sich nicht in den vom Rat festgelegten Ansiedlungsflächen. Unbeantwortet sind auch unsere Fragen bezüglich eines Störfalls oder der Größe der beantragten Biogasanlage. Soll hier doch nur Gas produziert werden? Wo bleibt eigentlich die von der Lohner CDU immer genannte Verlässlichkeit ihrer Ratsentscheidungen. Eine offene Frage ist, ob ein Inhaber von Aktien der Antragsfirma aus rechtlichen oder moralischen Gründen an der Ratsabstimmung am kommenden Dienstag teilnehmen darf.“
Die Aufforderung, bei der Ratssitzung am 01.09.09 durch Anwesenheit seinen Unmut über die Lohner Pläne zu zeigen, können wir nur unterstützen.
Wir glauben an erneuerbare Energie. Zur Energiegewinnung aus „Lebensmitteln“ gibt es jedoch Alternativen. Darauf setzen wir.
siehe auch Lohnes Landwirte warnen vor Technologiezentrum
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