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Lohne 25.08.2009
Biogas in Lohne: Geht der zweite Anlauf durch?
Envitec bietet einen neuen Standort für die Biogasanlage. Der Bürgermeister sieht darin einen gangbaren Weg. Doch so sehen es nicht alle. Die Anlagekonzeption hat sich nicht verändert.
Der Widerstand formiert sich.
Es ist schön festzustellen, dass aus der Lohner und umliegenden Bevölkerung sich Stimmen erheben gegen die Biogasversuchsanlage der Envitec in Lohne. Noch schöner ist es, dass die Bevölkerung auch feststellt, dass es sich nicht um ein lokales Ärgernis handelt, sondern um ein Problem mit globalen Auswirkungen. Und völlig begeistert sind wir zudem, wenn wir sehen, dass es nicht vereinzelte Stimmen sind, sondern sich eine Massenbewegung formiert. Schon jetzt melden 508 Brockdorfer Bewohner unabhängig von politischer Beeinflussung ihre Bedenken in Form einer Unterschriftensammlung an und benennen sie konkret (siehe OV). Der Landvolkortsverband Lohne, wenn auch aus anderen Beweggründen, stellt sich ebenfalls gegen die Biogasversuchsanlage der Envitec. Und nun erhebt sogar ein CDU-Oberer lautstark seine Stimme. Viele Menschen äußern zudem ihre moralischen Bedenken in Leserbriefen. Respekt! Und auch im Lohner Stadtrat gab und gibt es eine standhafte Gruppe von Gegnern, die sich nicht Technologien erneuerbarer Energie allgemein widersetzen, sondern speziell gegen die verwendete Variante. Jetzt nur von einer Standortfrage zu sprechen, ist nicht mehr möglich. Landwirtschaftliche Produkte dienen vornehmlich der Ernährung der Menschheit und gehören nicht in Biogasanlagen.
Die Politik muss jetzt Verantwortung tragen und sich gegen die Biogasversuchsanlage aussprechen.
Wir glauben an erneuerbare Energie. Zur Energiegewinnung aus „Lebensmitteln“ gibt es jedoch Alternativen. Darauf setzen wir.
siehe auch Lohnes Landwirte warnen vor Technologiezentrum
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